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UX-HR für Millenials

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Territory hat dieses Jahr die den zweiten Studi.Report über die Karriereziele junger Studenten und Absolventen veröffentlicht – unbedingter Lesestoff, für alle, die mit der jungen Generation arbeiten. Bei CareerFoundry ist der Großteil der Mitarbeiter unter 30 und im Licht der Studie fällt auf, wie sehr wir uns auf die neuen Ansprüche beziehen.

Sinn und Mitbestimmung bleiben zentrale Themen.

Millenials und die „Generation Selfie“, wie es so schön in der Studie heißt, fordern mehr Mitbestimmung, Karriere mit Sinn und viele Erfolgserlebnisse bereits früh im Berufsleben. Kein Wunder ist daher, dass die jungen Talente vor allem Gründung und die Arbeit in Startups als besseren Gegenentwurf zu „alten“ Corporates oder Familienunternehmen sehen. (Inwiefern es sinnvoller ist, in dem X-ten Food Startup einen Mehrwert für die Gesellschaft zu erzeugen, sei hier dahin gestellt.)

UX-HR für die nächste Generation.

Die Ansprüche dieser (meiner) Generation zufrieden zu stellen und gleichzeitig ein nachhaltiges Geschäft aufzubauen scheint immer schwieriger zu werden. Bei CareerFoundry verlassen wir uns daher sehr stark auf iterative UX-Design Prozesse, nicht nur bezogen auf unser Produkt, sondern bezogen auf alle unsere Kollegen.

Dies bedeutet, dass ich in meiner HR Arbeit vor allem darauf achte, keine Entscheidungen einfach so „von oben“ zu treffen, sondern möglichst viele Stakeholder mit einzubeziehen. Die Frage, die wir bei allen Versuchen, die wir mit unserer Kultur unternehmen immer zuerst stellen ist: wie ist die Nutzererfahrung unserer Kollegen: was benötigen sie wirklich?

Der Begriff des UX-Designs wurde bereits in den Neunzigern von Donald Norman geprägt und bezeichnet alle Aspekte des Nutzererlebnisses mit einem Produkt. Heute verwenden wir die grundlegenden Prinzipien von UX Design, um unsere digitalen Produkte besser auf den Nutzer zuzuschneiden.

Genau diesen „buy in“ wollen wir auch in allen internen Prozessen erreichen. Als wir beispielsweise unsere neue Mitarbeiterbefragung kreiert haben, setzte ich mich zuerst mit einzelnen Stakeholdern zusammen, um zu klären, welche Bereiche für sie sinnvoll abgedeckt werden müssen.

Im nächsten Schritt wurde gemeinsam mit unseren UX-Researchern ein Fragebogen erstellt, bei dem unsere ebenfalls UX-optimierten Kundenbefragungen Pate standen. Als Ergebnis stand eine Mitarbeiterbefragung, die nicht nur 99% Beantwortungsquote erlangte, sondern deren Ergebnisse auch viel effizienter umgesetzt werden konnten.

Unternehmenskultur vom Mitarbeiter gedacht.

UX-Research ist nie vorbei, die Kundenbedürfnisse ändern sich und Firmen müssen dem ständig Rechnung tragen. Unternehmenskultur ist hier nichts anderes. Sie darf nicht als etwas statische begriffen werden, sondern als etwas, dass wir mit Mitteln des UX Designs beeinflussen können.

Es geht darum beständig zu hinterfragen, was die Kultur eines Unternehmens prägt und wie aktuelle Entwicklungen das Nutzererlebnis aller Mitarbeiter prägt. Dazu gehören einschneidende Wachstums- oder Schrumpfereignisse, die Einführung eines neuen Produktes oder neuer Projektmanagement Methoden wie Agile oder OKR’s.

Auf lange Sicht müssen sich alle Unternehmen, fragen, wie sie ihre Mitarbeiter sinnvoll einbinden und dafür sorgen, dass sie nicht nach den ersten Jahren ihre wertvollsten Talente verlieren. UX für HR ist der Weg, den wir hier gehen.

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